245 Dogmen mit Status "de fide"

(Höchste Glaubensgewissheit der katholischen Kirche)

 

“Grundriss der Katholischen Dogmatik”

von Ludwig Ott

 

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Auswahl der Beiträge

Stand: 05. Mai 2021

 

 

 

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Nr. Überschrift Dogma online
4

Die Lehre von Gott,

dem Einen, der Wesenheit nach

1 - 33 02.04.2021
4.1

Die Lehre von Gott,

dem Dreipersönlichen

34 - 43

15.04.2021
4.2

Die Lehre von Gott,

dem Schöpfer

44 - 71

19.04.2021
4.3

Die Lehre von der Person

des Erlösers

NEU

72 - 87

05.05.2021
3 Wer das kirchliche Glaubensgut auslegen darf (Aus dem Katechismus)    16.03.2021
2 Christliche Glaubenslehrsätze   16.03.2021
1 Das Dogma erklärend...   16.03.2021

 

 

Beitrag 4

 

Dogma 1-33: 

Die Lehre von Gott dem Einen der Wesenheit nach

 

  1. Gott, unser Schöpfer und Herr, kann aus den geschaffenen Dingen durch das natürliche Licht der Vernunft mit Sicherheit erkannt wer-den.
  2. Das Dasein Gottes ist nicht bloß Gegenstand der natürlichen Ver-nunfterkenntnis, sondern auch Gegenstand des übernatürlichen Glaubens.
  3. Gottes Wesen ist für den Menschen unbegreiflich.
  4. Die Seligen des Himmels besitzen eine unmittelbare, intuitive Er-kenntnis des göttlichen Wesens.
  5. Die unmittelbare Gottanschauung übersteigt das natürliche Erkennt-nisvermögen der menschlichen Seele, ist also übernatürlich.
  6. Um Gott wirklich unmittelbar zu schauen, bedarf die Seele des Glo-rienlichtes.
  7. Gottes Wesen ist auch für die Seligen des Himmels unbegreiflich.
  8. Die göttlichen Eigenschaften sind sowohl mit der göttlichen Wesen-heit als auch unter sich real identisch.
  9. Gott ist absolut vollkommen.
  10. Gott ist in jeder Vollkommenheit absolut unendlich.
  11. Gott ist absolut einfach.
  12. Es gibt nur einen einzigen Gott.
  13. Der eine Gott ist im ontologischen Sinn wahrer Gott.
  14. Gott besitzt eine unendliche Erkenntniskraft.
  15. Gott ist die absolute ontologische Güte in sich und in Beziehung zu anderen.
  16. Gott ist absolut unveränderlich.
  17. Gott ist ewig.
  18. Gott ist unermesslich und absolut raumlos.
  19. Gott ist im geschaffenen Raum überall gegenwärtig.
  20. Das Erkennen Gottes ist unendlich.
  21. Gott erkennt alles bloß Mögliche.
  22. Gott erkennt alles Wirkliche in Vergangenheit, Gegenwart und Zu-kunft.
  23. Gott sieht in der scientia visionis auch die zukünftigen freien Hand-lungen der vernünftigen Geschöpfe mit unfehlbarer Gewissheit vor-aus.
  24. Das Wollen Gottes ist unendlich.
  25. Gott will und liebt sich selbst mit Notwendigkeit, die außergöttlichen Dinge hingegen mit Freiheit.
  26. Gott ist allmächtig.
  27. Gott ist der Herr des Himmels und der Erde.
  28. Gott ist unendlich gerecht.
  29. Gott ist unendlich barmherzig.
  30. Gott ist absolut wahrhaftig.
  31. Gott ist absolut treu.
  32. Gott ist die absolute sittliche Güte oder Heiligkeit.
  33. Gott ist die absolute wohlwollende Güte.

 

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Beitrag 4.1

 

Dogma 34 - 43

Die Lehre von Gott dem Dreipersönlichen

 

  1. In Gott sind drei Personen, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Jede der drei Personen besitzt numerisch dieselbe göttliche Wesen-heit.
  2. Es gibt in Gott zwei innergöttliche Hervorgänge.
  3. Subjekt der innergöttlichen Hervorgänge (im aktiven und passiven Sinn) sind die göttlichen Personen, nicht die göttliche Natur.
  4. Die zweite göttliche Person geht aus der ersten durch Zeugung her-vor und verhält sich deshalb zu ihr wie der Sohn zum Vater.
  5. Der Hl. Geist geht aus dem Vater und dem Sohn als einem einzigen Prinzip durch eine einzige Hauchung hervor.
  6. Der Hl. Geist geht nicht durch Zeugung hervor.
  7. Die Relationen in Gott sind mit der göttlichen Wesenheit real iden-tisch.
  8. In Gott ist alles eins, soweit nicht ein Gegensatz der Relation vor-handen ist.
  9. Die drei göttlichen Personen sind ineinander.
  10. Alle Tätigkeiten nach außen sind den drei Personen gemeinsam.

 

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Beitrag 4.2

 

Dogma 44 - 71

Die Lehre von Gott dem Schöpfer

 

  1. Alles, was existiert, wurde seiner ganzen Substanz nach von Gott aus nichts hervorgebracht.
  2. Gott wurde durch seine Güte bewogen, die Welt frei zu erschaffen.
  3. Die Welt wurde zur Verherrlichung Gottes erschaffen.
  4. Die drei göttlichen Personen sind ein einziges, gemeinsames Prin-zip der Schöpfung.
  5. Gott hat frei von äußerem Zwang und innerer Nötigung die Welt er-schaffen.
  6. Gott hat die Welt gut erschaffen.
  7. Die Welt hat einen zeitlichen Anfang genommen.
  8. Gott hat die Welt allein geschaffen.
  9. Gott erhält alles Geschaffene im Dasein.
  10. Gott schützt und leitet durch seine Vorsehung alles Geschaffene.
  11. Der erste Mensch wurde von Gott erschaffen.
  12. Der Mensch besteht aus zwei Wesensbestandteilen, einem mate-riellen Leib und einer geistigen Seele.
  13. Die vernünftige Seele ist unmittelbar die Wesensform des Leibes.
  14. Jeder Mensch besitzt eine individuelle unsterbliche Seele.
  15. Gott hat dem Menschen ein übernatürliches Endziel gesetzt.
  16. Die Stammeltern waren vor dem Sündenfall mit der heiligmachen-den Gnade ausgestattet.
  17. Die Stammeltern sündigten durch Übertretung des göttlichen Prüf-gebotes schwer.
  18. Die Stammeltern verloren durch die Sünde die heiligmachende Gna-de und zogen sich den Zorn und Unwillen Gottes zu.
  19. Die Stammeltern verfielen dem Tod und der Herrschaft des Teufels.
  20. Die Sünde Adams ist durch Abstammung, nicht durch Nachahmung auf alle seine Nachkommen übergegangen.
  21. Die Erbsünde wird durch natürliche Zeugung fortgepflanzt.
  22. Im Stand der Erbsünde ist der Mensch der heiligmachenden Gnade und ihrer Gefolgschaft sowie der präternaturalen Integritätsgaben beraubt.
  23. Die Seelen, die im Stande der Erbsünde aus dem Leben scheiden, sind von der beseligenden Anschauung Gottes ausgeschlossen.
  24. Gott erschuf am Anfang der Zeit geistige Wesen (Engel) aus nichts.
  25. Die Natur der Engel ist geistig.
  26. Die bösen Geister (Dämonen) wurden von Gott gut erschaffen; sie wurden durch ihre eigene Schuld böse.
  27. Die sekundäre Aufgabe der guten Engel ist der Schutz der Men-schen und die Sorge für ihr Heil.
  28. Der Teufel besitzt auf Grund der Sünde Adams eine gewisse Herr-schaft über die Menschen.

 

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Beitrag 4.3

 

Dogma 72 - 87

Die Lehre von der Person des Erlösers

 

  1. Jesus Christus ist wahrer Gott und wesenhafter Gottessohn.
  2. Christus hat einen wirklichen Leib, nicht einen Scheinleib ange-nommen.
  3. Christus hat nicht bloß einen Leib, sondern auch eine vernünftige Seele angenommen.
  4. Christus wurde aus einer Adamstochter, der Jungfrau Maria, wahr-haft gezeugt und geboren.
  5. Die göttliche und die menschliche Natur sind in Christus hyposta-tisch, d.h. in der Einheit der Person, miteinander verbunden.
  6. Die beiden Naturen Christi bestehen nach der Vereinigung ohne Verwandlung und Vermischung in ihrer Eigenart unversehrt fort.
  7. Jede der beiden Naturen in Christus besitzt einen eigenen physi-schen Willen und eine eigene physische Wirkungsweise.
  8. Die hypostatische Vereinigung der menschlichen Natur Christi mit dem göttlichen Logos erfolgte im Augenblick der Empfängnis.
  9. Die hypostatische Vereinigung wird nie aufhören.
  10. Der Akt der hypostatischen Union wurde von den drei göttlichen Personen gemeinsam bewirkt.
  11. Die zweite göttliche Person ist allein Mensch geworden.
  12. Jesus Christus ist auch als Mensch der natürliche Sohn Gottes.
  13. Der Gottmensch Jesus Christus ist mit einem einzigen Kult, und zwar mit dem Gott allein zukommenden absoluten latreutischen Kult, zu verehren.
  14. Die göttlichen und menschlichen Prädikate Christi sind dem einen fleischgewordenen Logos zuzuteilen.
  15. Christus war frei von jeder Sünde, sowohl von der Erbsünde als auch von jeder persönlichen Sünde.
  16. Die menschliche Natur Christi war körperlichen Leiden unterworfen.
  • https://gloria.tv/post/nLqm2Z7nv9k41yopAhDRBFuhy / 11. Februar 2018

 

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Beitrag 3

 

 

Wer das kirchliche Glaubensgut auslegen darf...

 

 

16. Wem steht es zu, das Glaubensgut verbindlich auszulegen?

  • Die verbindliche Auslegung des Glaubensgutes obliegt allein dem  lebendigen Lehramt der Kirche, das heißt dem Nachfolger Petri, dem Bischof von Rom, und den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm.
  • Dem Lehramt, das im Dienst des Wortes Gottes das sichere Charis-ma der Wahrheit besitzt, steht es auch zu, Dogmen zu definieren:
  • Das sind Formulierungen von Wahrheiten, die in der göttlichen Offenbarung enthalten sind.
  • Diese Autorität erstreckt sich auch auf Wahrheiten, die mit der  Offenbarung in einem notwendigen Zusammenhang stehen.

http://www.vatican.va/archive/compendium_ccc/documents/archive_2005_compendium-ccc_ge.html

 

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Beitrag 2

 

 

Christliche Glaubenslehrsätze

 

 

Christliche Glaubenslehrsätze

mit Wahrheitsanspruch

  • Als Dogmen bezeichnet man theologische Lehrsätze, die durch die Entscheidung eines Konzils oder eines Papstes als wesentlich und unverzichtbar für den christlichen Glauben dargestellt werden, weil ihr Wahrheitsanspruch definitiv festgestellt ist: So definiert die römi-sche Kirche ihre Dogmen.

 

Jedes Dogma braucht Bibelbezug

  • Da die Offenbarung mit der apostolischen Generation als abge-schlossen gilt, muss sich jedes Dogma auf die Bibel beziehen oder aus der Bibel erschlossen werden können, auch wenn die Überle-gungen, die dazu führen, erst in späterer Tradition zur Geltung kom-men.

https://religion.orf.at/v3/lexikon/stories/2570060/

 

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Beitrag 1

 

 

Das Dogma erklärend

 

  • Die Glaubenslehre ist nicht nach Art eines philosophischen  Lehr-systems dem menschlichen Geiste vorgelegt worden, um durch seine Forscherarbeit erst vervollkommnet zu werden.
  • Sie ist vielmehr der Braut Christi anvertraut worden als göttliches Lehrgut, um von ihr treu behütet und unfehlbar erklärt zu werden.
  • Daher muss an dem Sinn der Heilslehren, wie ihn die Kirche, ein-mal dargelegt hat, immerdar festgehalten werden und man darf niemals, etwa unter dem Vorwand und aus dem Scheingrund einer tieferen Erkenntnis, von diesem Sinn abgehen.
  • Der Sinn der Glaubenssätze und die Lehrverkündigung müssen die gleichen bleiben (DF, Nr. 29).

http://kathpedia.com/index.php/Dogma

 

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