Zitate vom Hl. Pater Pio

(Zitate 1 - 50)

 

 

 

 

Auswahl der Zitate

 

 

 

 

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Nr.

 

Zitate von bis

Zitate einzeln

für den

5

Zitate 41 - 50

   
    Zitat 50 19.02.
    Zitat 49 18.02.
    Zitat 48 17.02.
    Zitat 47 16.02.
    Zitat 46 15.02.
    Zitat 45 14.02.
    Zitat 44 13.02.
    Zitat 43 12.02.
    Zitat 42 11.02.
    Zitat 41 10.02.

4

Zitate  31 - 40

   
    Zitat 40 09.02.
    Zitat 39 08.02.
    Zitat 38 07.02.
    Zitat 37 06.02.
    Zitat 36 05.02.
    Zitat 35 04.02.
    Zitat 34 03.02.
    Zitat 33 02.02.
    Zitat 32 01.02.
    Zitat 31 31.01.

3

Zitate  21 - 30

   
    Zitat 30 30.01.
    Zitat 29 29.01.
    Zitat 28 28.01.
    Zitat 27 27.01.
    Zitat 26 26.01.
    Zitat 25 25.01.
    Zitat 24 24.01.
    Zitat 23 23.01.
    Zitat 22 22.01.
    Zitat 21 21.01.

2

Zitate  11 - 20

   
    Zitat 20 20.01.
    Zitat 19 19.01.
    Zitat 18 18.01.
    Zitat 17 17.01.
    Zitat 16 16.01.
    Zitat 15 15.01.
    Zitat 14 14.01.
    Zitat 13 13.01.
    Zitat 12 12.01.
    Zitat 11 11.01.

1

Zitate    1 - 10

   
    Zitat 10 10.01.
    Zitat 9 09.01.
    Zitat 8 08.01.
    Zitat 7 07.01
    Zitat 6 06.01.
    Zitat 5 05.01.
    Zitat 4 04.01.
    Zitat 3 03.01.
    Zitat 2 02.01.
    Zitat 1 01.01.

 

Ich danke Dir von Herzen,

lieber Heiliger Pater Pio, für all Deine Worte, 

die Du uns geschenkt hast und bitte Dich, segne uns,

alle Kinder Gottes, vom Himmel aus, mit Deiner priesterlichen Vollmacht.

Amen.

 

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ZITATE 41 - 50

 

 

 

Zitat 50

 

Höre auf, dir unnötige Sorgen zu machen. Denke daran, dass Wunsch und Gefühl allein noch keine Schuld bedeuten, sondern erst die Zustim-mung zu diesen Gefühlen. Nur der freie Wille ist fähig, Gutes oder Bö-ses zu tun. Wenn nun der Wille unter den Verlockungen des Versuches ächzt und stöhnt und das, was ihm gezeigt wird, ablehnt, dann ist da nicht nur keine Schuld dabei, sondern es ist im Gegenteil eine Tugend.

 

 

Zitat 49

 

Strengt euch nicht an, eure Versuchungen zu bezwingen, denn das würde sie nur noch stärker machen; verachte sie einfach und haltet euch nicht länger damit auf. Stellt euch Jesus Christus den Gekreuzig-ten in euren Armen und an eurer Brust liegend vor und sagt euch immer wieder, indem ihr seine durchbohrte Seite küsst: Dies ist meine Hoffnung, dies ist die lebendige Quelle meines Glücks! Mein Jesus, ich halte Dich fest und werde Dich nicht eher loslassen, als bis Du mich an einen sicheren Ort gebracht hast.

 

 

Zitat 48

 

Merke dir gut: Solange dir die Versuchung missfällt, hast du nichts zu befürchten. Warum aber missfällt sie dir, wenn nicht deshalb, weil du sie nicht spüren möchtest? Diese lästigen Versuchungen kommen von der Bosheit des Teufels, aber das Missfallen und das Leiden, das sie uns verursachen kommen von der Barmherzigkeit Gottes, welcher ganz gegen den Willen unseres Feindes aus dessen Boshaftigkeit den Nutzen der heiligen Drangsal zieht, mittels welcher Er das Gold, das Er zu seinen Schätzen legen will, reinwäscht. Ich wiederhole: Deine Versu-chungen kommen vom Teufel und der Hölle, dein Leiden und Verzagt-heit aber kommen von Gott und dem Paradies. Die Mütter sind aus Babylon, die Kinder jedoch aus Jerusalem. Verachte die Versuchun-gen und nimm die Drangsale mit offenen Armen entgegen. Nein, nein, meine Tochter, lass den Wind nur blasen und glaube nicht, das Rau-schen der Blätter sei Waffenlärm.

 

 

Zitat 47

 

Ich weiß, dass der Herr dem Satan diese Angriffe gestattet, denn Seine Barmherzigkeit macht euch Ihm lieb und teuer, und Er will, dass auch ihr Ihm ähnlich werdet in Seiner Seelenangst in der Wüste, im Ölgarten und am Kreuz. Aber ihr müsst euch wehren, indem ihr die boshaften Einflüsterungen von euch weist und verachtet, im Namen Gottes und des heiligen Gehorsams.

 

 

Zitat 46

 

Wehe denen, die nicht ehrlich bleiben! Nicht nur, dass sie jeglichen Respekt der Menschen verlieren..., erst recht können sie auch kein öffentliches Amt bekleiden. Lasst uns deshalb immer ehrlich sein und jeden bösen Gedanken aus unserem Sinn verjagen. Unser Herz muss immer Gott zugewandt sein, der uns geschaffen und auf die Erde ge-setzt hat, um Ihn kennenzulernen, zu lieben und in diesem Leben zu dienen, und um uns danach, im anderen, auf ewig an Ihm zu erfreuen. 

 

 

Zitat 45

 

Um groß zu werden, muss man stark sein; das ist unsere Pflicht. Das Leiden ist ein Kampf, dem wir uns nicht entziehen können; wir müssen jedoch als Sieger hervorgehen.

 

 

Zitat 44

 

Sagt uns nicht der Heilige Geist, dass sich die Seele, sowie sie sich Gott nähert, auf Anfechtungen gefasst machen muss? Wohlan, meine liebe Tochter, nur Mut! Kämpfe wie ein Held, und du wirst dafür den Lohn erhalten, der den starken Seelen gebührt. 

 

 

Zitat 43

 

Nimm alles Leid und Unverständnis an, das der Himmel dir schickt. Auf diese Weise wirst du dich vervollkommen und heiligen.

 

 

Zitat 42

 

Ich freue mich außerordentlich, wenn ich höre, dass der Herr deiner Seele immer so großzügig Seine Zärtlichkeiten erweist. Ich weiß, dass du leidest, aber ist das Leiden nicht das sicherste Zeichen dafür, dass Gott dich liebt? Ja ich weiß, du leidest, aber ist dieses Leiden nicht das Kennzeichen einer jeden Seele, die sich einen Gott und zwar einen ge-kreuzigten Gott als ihr Erbteil  auserwählt hat? Ich weiß, das dein Geist immerzu in die Finsternis der Prüfungen eingehüllt ist, aber es muss dir genügen, meine liebe Tochter, wenn du weißt, dass Jesus bei dir und in dir ist. 

 

 

Zitat 41

 

Die körperlichen und seelischen Leiden sind die würdigste Opfergabe, die du demjenigen darbieten kannst, der uns durch Sein Leiden erlöst hat.

 

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ZITATE 31 - 40

 

 

 

Zitat 40

 

Nur um eines beneiden uns die Engel; nicht für Gott leiden zu können. Der Schmerz allein erlaubt es einer Seele, mit Gewissheit sagen zu können: Mein Gott, Du siehst doch, dass ich Dich liebe!

 

 

Zitat 39

 

Der Gott der Christen ist ein Gott der Umwandlung: Ihr werft euren Schmerz in Seinen Schoß, und er tauscht ihn aus gegen Frieden; ihr werft eure Verzweiflung hinein und seht, wie  stattdessen Hoffnung auf-steigt.

 

 

Zitat 38

 

Das Leben ist ein Kreuzweg. Aber es lohnt sich, ihn frohen Herzens zu gehen. Die Kreuze sind die Kleinode des Bräutigams, und die lasse ich mir nicht nehmen. Ich liebe meine Leiden; ich leide nur, wenn ich nicht leide.

 

 

Zitat 37

 

Lasst es ruhig zu, dass die menschliche Natur dem Leiden ablehnend gegenübersteht, denn nichts ist natürlicher als das, mit Ausnahme der Sünde. Mit Gottes Hilfe wird euer Wille immer überlegen sein, und die Göttliche Liebe wird in eurem Geist nie fehlen, wenn ihr nicht das Gebet außer acht lasst. 

 

 

Zitat 36

 

Sei immer ein Liebhaber des Schmerzes, welcher nicht nur das Werk der Göttlichen Weisheit ist, sondern uns auch das Werk Seiner Liebe noch besser offenbart.

 

 

Zitat 35

 

Das Los der Auserwählten ist das Leid. Gott, welcher der Urheber aller Gnaden und eines jeden Geschenks ist, das zur Rettung führt, hat be-stimmt, uns ewigen Ruhm zu gewähren, unter der Bedingung, dass wir jegliches Leid auf christliche Weise ertragen.

 

 

Zitat 34

 

Die wahren Diener Gottes haben immer den Widerwärtigkeiten des Lebens den Vorzug gegeben, da diese mehr den Weg entsprechen, den unser Oberhaupt ging, als er mittels des Kreuzes und der Schmach unser Heil erwirkte. 

 

 

Zitat 33

 

Ja ich liebe das Kreuz, das Kreuz allein; ich liebe es, weil ich es immer auf Jesus Schulter sehe. 

 

 

Zitat 32

 

Halt dich immer ganz fest und ohne Unterlass an Gott, weihe Ihm all deine Liebe, all deine Qualen und Mühen, dein ganzes Ich, und warte geduldig auf die Wiederkehr der schönen Sonne, immer wenn es dem himmlischen Bräutigam gefällt, dich mit den Prüfungen der seelischen Dürre, der Trostlosigkeit und der geistigen Finsternis zu besuchen.

 

 

Zitat 31

 

Schonen wir uns nicht bei unserem Aufstieg auf den Kalvarienberg, aus Liebe zu dem, der sich aus Liebe zu uns aufopferte und warten wir geduldig in der Gewissheit, uns schließlich zum Flug auf den Tabor zu erheben.   

 

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ZITATE 21 - 30

 

 

 

Zitat 30

 

Wenn du mit Ergebung in Seinem Willen leidest, so kränkst du Ihn nicht, sondern du liebst Ihn. Und dein Herz wird großen Trost emp-finden bei dem Gedanken, dass Jesus selbst in der Stunde deiner Pein in dir und für dich leidet. Er hat dich nicht verlassen, als du vor Ihm ge-flohen bist; warum sollte Er dich dann jetzt verlassen, wo du Ihm durch das Martyrium deiner Seele Beweise deiner Liebe erbringst?

 

 

Zitat 29

 

Fürchte dich nicht vor den Widerwärtigkeiten des Lebens, denn diese tragen die Seele zu Füßen des Kreuzes, und das Kreuz trägt sie empor zur Himmelspforte, wo sie den finden wird, der den Tod besiegt hat und der sie einlassen wird in die ewigen Freuden. 

 

 

Zitat 28

 

Alle großen Seelen haben den Schmerz mit Freuden geliebt. Dieser ist nämlich seit dem unheilvollen Sündenfall das Hilfsmittel der Schöpfung, der mächtigste Hebel, den gefallenen Menschen wieder aufzurichten. Er ist die helfende Hand der Unendlichen Liebe für unsere Wiederge-burt.

 

 

Zitat 27

 

Wer zu lieben beginnt, muss auch bereit sein zu leiden. 

 

 

Zitat 26

 

Ein gutes Herz ist immer stark; es leidet, aber es verbirgt seine Tränen und tröstet sich, indem es sich für Gott und die Mitmenschen aufopfert. 

 

 

Zitat 25

 

Liebe Jesus, liebe Ihn sehr! Aber um das zu tun, musst du noch mehr Opfer lieben. 

 

 

Zitat 24

 

Tausend Kreuze würde ich vorziehen, und ein jedes wäre mir süß und leicht, wenn nur diese eine Prüfung nicht wäre; ich meine diese Unge-wissheit, ob mein Handeln Gott auch wohlgefällig sei... Es ist schmerz-lich, so zu leben...Ich finde mich damit ab, aber diese meine Ergebung, mein fiat erscheint mir so kalt und leer!... Welch ein Geheimnis! Jesus allein kann da helfen. 

 

 

Zitat 23

 

Gewisse süße Gefühle sind nur etwas für kindliche Seelen! Sie sind kein Zeichen für Vollkommenheit. Nicht Freuden, sondern Schmerzen braucht es! Seelische Dürre, Unlust, Hilflosigkeit, das sind die Zeichen einer echten Liebe. Der Schmerz ist angenehm. Die Verbannung ist schön, weil man leidet und somit Gott etwas schenken kann. Das Ge-schenk unserer Schmerzen, unseres Leids, ist etwas großes, etwas, das wir im Paradies nicht mehr geben können.

 

 

Zitat 22

 

Manchmal lässt der Herr dich spüren, wie schwer das Kreuz ist. Seine Last erscheint dir unerträglich, aber du trägst es, denn der Herr reicht dir in Seiner unendlichen Liebe und Barmherzigkeit die Hand und schenkt dir die Kraft. 

 

 

Zitat 21

 

Ich weiß, dass du leidest, sogar sehr leidest, aber sind nicht diese Lei-den die Kleinode des Bräutigams? 

 

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ZITATE 11 - 20

 

 

 

Zitat 20

 

Ich kann gut verstehen, meine liebe Tochter, dass dein Kreuzweg im-mer schmerzvoller für dich wird. Denke jedoch daran, dass Jesus auf dem Kalvarienberg unser Heil gewirkt hat und dass es dort ist, wo sich die Rettung der erlösten Seelen vollziehen muss.

 

 

Zitat 19

 

Fürchte dich also nicht, sondern schätze dich glücklich, dass du für wür-dig gefunden wurdest, an den Schmerzen des Menschen - Gottes teil-zunehmen. Es ist dies also kein Zeichen des Verlassenseins, sondern der Liebe, großer Liebe sogar, die Gott dir damit bezeigt. Dieser Zu-stand ist keine Strafe, sondern Liebe, eine ganz besondere, auserwähl-te Liebe, Preise deshalb den Herrn dafür und ergib dich darein, aus dem Kelch von Gethsemane zu trinken. 

 

 

Zitat 18

 

Zuerst möchte ich dir sagen, dass Jesus jemanden braucht, der zusam-men mit Ihm unter der menschlichen Bosheit stöhnt und ächzt. Deshalb führt Er mich diesen Leidensweg, den du in deinem Brief erwähnst. Ge-priesen sei jedoch stets Seine Barmherzigkeit, die das Süße mit dem Bitteren zu verbinden weiß und die vergänglichen Leiden des Lebens in ewigen Lohn verwandelt! 

 

 

Zitat 17

 

Jesus verlangt nicht von dir, mit Ihm zusammen das schwere Kreuz zu tragen, sondern nur einen kleinen Splitter davon. Ein kleines Stückchen Seines Kreuzes, das alles menschliche Leid in sich vereint.

 

 

Zitat 16

 

Der Herr kann mir keinen Simon von Cyrene schicken. Ich muss nur den Willen Gottes tun, und wenn Er mit mir zufrieden ist, zählt alles andere nichts.  

 

 

Zitat 15

 

Jeder auf dieser Welt hat sein Kreuz. Wir dürfen es aber nicht auf uns nehmen wie der böse Schächer. Wir müssen uns den guten Schächer zum Vorbild nehmen. 

 

 

Zitat 14

 

Wir wollen nicht einsehen, dass das Leiden für unsere Seele notwendig ist, dass das Kreuz unser tägliches Brot sein soll. So wie der Körper die Nahrung braucht, so braucht die Seele Tag für Tag das Kreuz, um sich zu reinigen und von den irdischen Dingen zu lösen. Wir wollen nicht be-greifen, dass Gott uns ohne das Kreuz weder retten noch heiligen will, ja nicht kann! Je mehr Er eine Seele an sich zieht, desto mehr läutert Er sie durch das Kreuz.

 

 

Zitat 13

 

"Vater, Ihr liebt, was ich fürchte." Seine Antwort: "Ich liebe das Leiden nicht um des Leidens willen; ich erbitte es von Gott, ja ich ersehne es geradezu, um der Früchte willen, die es mir bringt: Es dient der Verherr-lichung Gottes, es rettet mir Brüder in dieser Verbannung, es befreit die Seelen aus dem Fegefeuer. Was will ich noch mehr?" "Vater, was be-deutet Leiden?" Seine Antwort: "Es bedeutet Sühne." "Und was bedeu-tet es für Euch?" Seine Antwort: "Mein tägliches Brot, meine Wonne!"  

 

 

Zitat 12

 

Betet für die Treulosen, betet für die Gläubigen, betet für den Papst, für alle geistlichen und weltlichen Anliegen der Heiligen Kirche, unserer zärtlichen Mutter; und ein besonderes Gebet für all diejenigen, die für das Heil der Seelen und zur Ehre des Himmlischen Vaters arbeiten.

 

 

Zitat 11

 

In der Zwischenzeit sei nicht so sehr bekümmert und betrübt, dass du den inneren Frieden verlierst. Bete beharrlich, vertrauensvoll und mit ruhigem, heiterem Sinn.    

 

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ZITATE 1 - 10

 

 

 

Zitat 10

 

Die Nöte der Menschheit; das sollten die Sorgen aller sein!

 

 

Zitat 9

 

Für deine Art, so leichtfertig die hl. Kommunion und die Meditation zu unterlassen, kann ich kein Mitleid und kein Verständnis haben. Denke daran, meine Tochter, dass man ohne zu beten, keine Rettung findet und keinen Kampf gewinnt. Du hast die Wahl! 

 

 

Zitat 8

 

Wer keine Betrachtung hält, handelt wie jemand, der nie in den Spiegel schaut und sich also nicht darum kümmert, ob er in einem ordentlichen Zustand aus dem Hause geht. Er kann also Flecken auf seiner Klei-dung haben, ohne es zu wissen. Ein Mensch der meditiert und seinen Sinn zu Gott hinkehrt, der ja der Spiegel seiner Seele ist, versucht, sei-ne Fehler zu erkennen und zu verbessern; er mäßigt seine Triebe und reinigt sein Gewissen.

 

 

Zitat 7

 

Den wahren Grund, warum es dir nicht immer gelingt, deine Betrach-tungen gut zu verrichten, sehe ich darin, und ich glaube, mich nicht zu täuschen, dass du mit einer gewissen Spannung und Erregung an die Betrachtung herangehst, verbunden mit dem sehnsüchtigen Wunsch, dabei etwas zu finden, das deinen Geist froh und getröstet machen könnte. Und das genügt, damit du nie findest, was du suchst, und deine Aufmerksamkeit nie in die Wahrheit versenkst, die du betrachtest. Wis-se, meine Tochter, dass, wenn jemand mit großer Hast und Gier nach einem verlorenen Gegenstand sucht, er ihn hundertmal mit der Hand berühren oder mit den Augen sehen kann und ihn dennoch nicht erken-nen wird. Aus dieser vergeblichen und unnützen Erregung kann dir nichts anderes erwachsen, als eine große Ermüdung des Geistes und die Unfähigkeit, den Sinn auf den Gegenstand deiner Betrachtung zu konzentrieren, woraus wiederum, wie aus eigenem Antrieb, eine gewis-se Kälte und Stumpfheit der Seele entsteht, besonders was die Liebe anbelangt. Ich kenne hierfür kein anderes Heilmittel als dieses: Du musst dich von dieser Unruhe und Ungeduld befreien, denn sie ist einer der schlimmsten Verräter, den die wahre Tugend und die echte Fröm-migkeit je haben können. Sie gibt vor, Gutes zu tun und das Herz zu wärmen, tut es aber nicht, sondern lässt das Herz eher kalt werden und treibt uns zur Eile an, um uns dann stolpern zu lassen.

 

 

Zitat 6

 

Im übrigen kann ich das gar nicht glauben und dich deshalb auch nicht von der Betrachtung freisprechen, nur weil sie dir nutzlos erscheint. Die heilige Gabe des Gebets, meine gute Tochter, ruht in der rechten Hand des Heilands, und in dem Maße, wie du von dir selbst leer wirst, das heißt von der Liebe zum Körper und deinem eigenen Willen, und dich tief in die heilige Demut versenkst, wird der Herr sie deinem Herzen nach und nach mitteilen.

 

 

Zitat 5

 

Habe Geduld und harre aus in dieser heiligen Übung der Meditation. Begnüge dich, mit kleinen Schritten anzufangen, bis du Beine hast, um schneller zu laufen, oder besser noch Flügel, um zu fliegen. Begnüge dich damit, gehorsam zu sein, denn das ist für eine Seele, die Gott für sich auserwählt hat, keine geringe Sache, und füge dich darein, fürs erste ein kleines Bienchen zu sein, das aber bald eine große Biene sein wird, die fähig ist, Honig herzustellen. Demütige dich immer in Liebe vor Gott und vor den Menschen, denn Gott spricht wahrhaft zu dem, der mit demütigen Herzen vor Ihn tritt und bereichert Ihn mit Seinen Gaben.

 

 

Zitat 4

 

Um zur Nachahmung zu gelangen ist es notwendig, jeden Tag das Le-ben Christi zu betrachten und beharrlich darüber nachzudenken. Aus der Betrachtung und der Überlegung erwächst die Achtung vor Seinen Taten, und aus der Achtung entspringt der Wunsch und die Ermutigung zur Nachahmung. 

 

 

Zitat 3

 

Die wahre christliche Seele lässt keinen Tag vorübergehen, ohne das Leiden Christi betrachtet zu haben.

 

 

Zitat 2

 

Denkt nach und habt immer die große Demut der Mutter Gottes, unser-er aller Mutter, vor Augen; Je mehr in Ihr die himmlischen Gaben wuch-sen, umso größer wurde Ihre Demut.   

 

 

Zitat 1

 

Wie die fleißigen Bienen, die ohne zu zögern manchmal weite Strecken fliegen, nur um die bevorzugten Blüten zu finden, und dann müde, aber zufrieden und mit Blütenstaub beladen zu ihren Waben zurückkehren, um dort im Stillen das fruchtbare Werk der Verwandlung des Blütennek-tars in den Nektar des Lebens zu vollbringen, so müsst auch ihr das Wort Gottes, nachdem ihr es in euch aufgenommen habt, fest in eurem Herzen bewahren. Kehrt in euren "Bienenstock" zurück, dass heißt be-trachtet aufmerksam das Gehörte, zerlege es in seine Elemente und sucht deren tiefere Bedeutung. Dann wird euch das Wort Gottes in sei-nem strahlenden Glanz erscheinen, es wird die Macht haben, eure na-türlichen Neigungen zu den weltlichen Dingen zu besiegen, und die Fähigkeit, sie in reinste und erhabenste Höhenflüge des Geistes zu verwandeln, um euer Herz immer fester an das Göttliche Herz Unseres Herrn zu binden.

 

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