Die Heilige Beichte

 

 

 

Auswahl der Beiträge

Stand: 09. Juli 2020

 

 

 

Beitrag 4

 

 

 

Beichtspiegel


Praktische Beichthilfe
für Erwachsene
P. Martin Ramm FSSP

 

 

„Wenn wir sagen, dass wir keine Sünden haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Bekennen wir unsere Sünden, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden erlasse und uns rein mache von allem Unrecht " (1. Joh 1.8f.)

 

Inhalt

  • Allgemeine Hinführung zur Beichte 
  • Gebete zur Vorbereitung 
  • Gewissenserforschung
  • Im Beichtstuhl

 

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Beichtspiegel
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Beitrag 3

 

 

 

Die Hl. Beichte

- Eine kleine Hilfestellung -

 

 

 

Mutter der Erlösung:

 

 

a) Gewissenserforschung:

  • Die Zehn Gebote Gottes sind Wegweiser zum ewigen Glück im Himmel. Sie sollten bei jeder Gewissenserforschung vor Augen gehalten und innigst betrachtet werden.
  • Das Halten der Gebote vermittelt Ordnung, bewirkt Frieden auf Erden, lässt die Nächstenliebe wachsen... 
  • Wir halten die Gebote Gottes, weil wir Gott als unseren Vater lieben und Ihn als unseren Richter fürchten.
  • Bitte auch die 7 Todsünden bei der Gewissenserforschung zu beachten...

 

 

b) Beim Betreten des Beichtstuhles:

  1. "Gelobt sei Jesus Christus." (Kreuzzeichen machen)
  2. "Meine letzte Hl. Beichte war vor ..." (Zeitraum angeben)
  3. "Ich möchte meine Sünden vor unserem ewigen Vater und vor Jesus Christus aufrichtig bekennen und bereue sie."
  4. Die Aufzählen aller Sünden erfolgt...
  5. "Ich bitte um Vergebung aller meiner jetzt bewussten und  un-bewussten Sünden, seien es gedankliche Sünden, Stolz Lieblosigkeiten, Unterlassungssünden, Zungen-Sünden oder Verletzungen, die ich anderen Menschen wegen meiner Sün-den zugefügt habe."
  6. "Mein Jesus, Barmherzigkeit."
  7. Der Priester erteilt die Absolution und gibt eine Buße auf, je nach schwere der Sünden!
  8. Der Priester sagt jetzt: “Gelobt sei Jesus Christus."
  9. Ich antworte: "In Ewigkeit. Amen."

 

 

Wichtige Info:

  • Jede schwere Sünde, auch die vergebenen Sünden, zieht zeitliche Sündenstrafe nach sich, sei es im irdischen Leben oder im Fegefeuer.
  • Das Beten von Novenen mindert zeitliche Sündenstrafen.

 

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Beitrag 2

 

 

 

Was wir tun müssen, um das Heilige Sakrament der Buße würdig zu empfangen:

 

  • Wir erforschen unser Gewissen
  • Wir erwecken in uns echte Reue
  • Wir fassen den Vorsatz nicht mehr zu sündigen
  • Wir bekennen vor Gott unsere Sünden
  • Wir verrichten die auferlegte Buße
  • Wir leisten Genugtuung 

 

 

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Beitrag 1

 

 

 

Das Sakrament der Buße

und der Versöhnung

(aus dem Katechismus)

 

 

 

296. Wie wird dieses Sakrament genannt?

  • Es wird Sakrament der Buße, der Versöhnung, der Verge-bung, der Beichte oder der Umkehr genannt.

 

297. Warum gibt es ein Sakrament der Versöhnung nach der Taufe?

  • Das in der Taufe erhaltene neue Leben in der Gnade hat die Schwäche der menschlichen Natur und die Neigung zur Sünde (die Konkupiszenz) nicht behoben. Deshalb setzte Christus dieses Sakrament für die Umkehr der Getauften ein, die sich durch die Sünde von ihm entfernt haben.

 

298. Wann wurde dieses Sakrament eingesetzt?

  • Der auferstandene Herr hat dieses Sakrament eingesetzt, als er sich am Osterabend seinen Aposteln zeigte und zu ihnen sprach: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert“ (Joh 20, 22–23).

 

299. Bedürfen die Getauften der Umkehr?

  • Der Ruf Christi zur Umkehr ergeht auch weiterhin im Leben der Getauften. Die Umkehr ist eine fortwährende Aufgabe für die ganze Kirche, die heilig ist, aber in ihrem Schoß Sünder umfasst.

 

300. Was ist die innere Buße?

  • Die innere Buße ist die Regung eines „zerknirschten Geistes“ (Ps 51, 19), der durch die göttliche Gnade dazu bewegt wird, auf die barmherzige Liebe Gottes zu antworten. Sie schließt den Schmerz und die Abscheu vor den begangenen Sünden, den festen Vorsatz, in Zukunft nicht mehr zu sündigen, und das Vertrauen auf die Hilfe Gottes ein. Sie wird von der Hoff-nung auf die göttliche Barmherzigkeit genährt.

 

301. In welchen Formen drückt sich die Buße im christlichen Leben aus?

  • Die Buße drückt sich in sehr verschiedenen Formen aus, besonders im Fasten, Beten und Almosengeben. Diese und viele andere Formen der Buße kann der Christ im täglichen Leben praktizieren, besonders in der Fastenzeit und am Freitag, dem Tag der Buße.

 

302. Welche Elemente sind beim Sakrament der Versöhnung wesentlich?

  • Wesentlich sind zwei Elemente: das Handeln des Menschen, der sich unter dem Walten des Heiligen Geistes bekehrt, und die Lossprechung durch den Priester, der im Namen Christi die Vergebung schenkt und die Art der Genugtuung bestimmt.

 

303. Welches sind die Akte des Pönitenten?

  • Die Akte des Pönitenten sind: eine sorgfältige Gewissens-  erforschung; die Reue, die vollkommen ist, wenn sie aus der Liebe zu Gott hervorgeht, und unvollkommen, wenn sie auf anderen Motiven beruht, und die den Vorsatz einschließt, nicht mehr zu sündigen; das Bekenntnis, das im Geständnis der Sünden vor dem Priester besteht; die Genugtuung oder Buße, die der Beichtvater dem Pönitenten auferlegt, um den Schaden wiedergutzumachen, den die Sünde verursacht hat.

 

304. Welche Sünden muss man beichten?

  • Man muss alle noch nicht gebeichteten schweren Sünden beichten, an die man sich nach einer sorgfältigen Gewissens-erforschung erinnert. Die Beichte der schweren Sünden ist der einzige ordentliche Weg, um die Vergebung zu erlangen.

 

305. Wann ist man verpflichtet, die schweren Sünden zu beichten?

  • Jeder Gläubige ist nach Erreichen des Unterscheidungsalters verpflichtet, die schweren Sünden wenigstens einmal jährlich, und in jedem Fall vor dem Empfang der heiligen Kommunion, zu beichten.

 

306. Warum können auch die lässlichen Sünden bei der sakramentalen Beichte bekannt werden?

  • Das Bekenntnis der lässlichen Sünden wird von der Kirche nachdrücklich empfohlen, auch wenn es nicht im strengen Sinn notwendig ist. Es ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen richtig zu bilden, gegen unsere bösen Neigungen anzukämp-fen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistlichen Leben zu wachsen.

 

307. Wer ist der Spender des Bußsakramentes?

  • Christus hat den Dienst der Versöhnung seinen Aposteln und deren Nachfolgern, den Bischöfen, sowie deren Mitarbeitern, den Priestern, anvertraut. Sie werden darum zu Werkzeugen der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit Gottes. Sie üben die Vollmacht der Sündenvergebung im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes aus.

 

308. Wem ist die Lossprechung von bestimmten Sünden vorbehalten?

  • Die Lossprechung von bestimmten, besonders schweren Sünden (wie von jenen, die mit der Exkommunikation belegt werden) ist dem Apostolischen Stuhl oder dem Ortsbischof oder den von ihnen ermächtigten Priestern vorbehalten. Im Fall von Todesgefahr kann allerdings jeder Priester von jeder Sünde und jeder Exkommunikation lossprechen.

 

309. Ist der Beichtvater an das Beichtgeheimnis gebunden?

  • Weil dieser Dienst überaus groß ist und Achtung und Behut-samkeit gegenüber dem Beichtenden erfordert, ist jeder Beichtvater ausnahmslos und unter strengsten Strafen ver-pflichtet, das sakramentale Siegel, das heißt das absolute Stillschweigen über die in der Beichte erfahrenen Sünden, zu wahren.

 

310. Welche Wirkungen hat dieses Sakrament?

  • Die Wirkungen des Bußsakramentes sind: die Versöhnung mit Gott und folglich die Vergebung der Sünden; die Versöh-nung mit der Kirche; die Wiedererlangung des Gnadenstan-des, falls er verloren war; der Erlass der durch die Todsünden verdienten ewigen Strafe und der wenigstens teilweise Erlass der zeitlichen Strafen, die aus der Sünde folgen; der Friede und die Ruhe des Gewissens und der geistliche Trost; das Wachstum der geistlichen Kräfte für den christlichen Kampf.

 

311. Kann man dieses Sakrament in gewissen Fällen mit dem allgemeinen Sündenbekenntnis und der gemeinsamen Lossprechung feiern?

  • Wenn eine schwere Notlage besteht (etwa in unmittelbarer Todesgefahr), kann man sich mit der gemeinschaftlichen Feier der Versöhnung mit allgemeinem Sündenbekenntnis und gemeinsamer Lossprechung behelfen. Dabei sind die Richtlinien der Kirche zu beachten, und die Pönitenten müs-sen den Vorsatz haben, die schweren Sünden möglichst bald einzeln zu beichten.

 

312. Was sind Ablässe?

  • Ablässe sind der Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon vergeben sind. Einen solchen Erlass erlangt der Gläubige unter bestimmten Bedingungen für sich oder für die Verstorbenen durch den Dienst der Kirche, die als Vermittlerin der Erlösung den Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen austeilt.

 

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